Hilfe bei Hautkrankheiten

Was tun bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Kontaktekzem, Schuppenflechte, rote Äderchen, Warzen und Fußpilz?

Die Belastungen für unsere Haut nehmen dramatisch zu. Problemstoffe in Kosmetika, Textilien, Schmuck und Umwelt machen unsere zarte Hülle mürbe. Millionen von Menschen leiden unter unterschiedlichen Hautkrankheiten und sind in Behandlung beim Hautarzt (Dermatologen). Hautkrankheiten können jedoch nicht nur erworben, sondern auch erblich veranlagt sein. So spielt zum Beispiel bei Schuppenflechte die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Den Betroffenen bereiten die Hautveränderungen oft unangenehme Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen und Entzündungsreaktionen. Als psychisch belastend empfinden es viele, dass die erkrankten Hautstellen zudem oft deutlich zu sehen sind, etwa im Gesicht. Doch es gibt inzwischen immer bessere Möglichkeiten, Hautproblemen vorzubeugen beziehungsweise sie ganz auszuheilen, kranke Haut gezielt zu pflegen, die Symptome zu lindern und auch chronische Erkrankungen in Schach zu halten.

Wichtige Hautkrankheiten im Überblick

Akne

ist besonders während der Pubertät weit verbreitet – 60 bis 80 Prozent der Jugendlichen sind betroffen. Zehn bis 20 Prozent aller Patienten mit Akne benötigen eine medikamentöse Therapie. „Aber selbst bei leichteren Fällen ist ein Gang zum Hautarzt ratsam, da gerade Jugendliche sehr unter einem schlechten Hautbild leiden“, sagt Professor Dirk Schadendorf, Leiter der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen. Eine medizinische Hautpflege und Spezialcremes sind zudem geeignet, die gefürchteten Aknenarben zu vermeiden. Auch Warzen sowie Fußpilz oder Nagelpilz gehören zu den sehr häufigen, wenngleich meist harmlosen Hautkrankheiten, gegen die Tinkturen und andere Präparate aus der Apotheke meist wirkungsvoll helfen.

Neurodermitis

auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt, ist eine entzündliche, chronische, aber nicht ansteckende Hauterkrankung verbunden mit Hautausschlag und Juckreiz. 15 bis 30 Prozent der Kinder und zwei bis zehn Prozent der Erwachsenen in den industrialisierten Ländern sind davon betroffen. „Auslöser, die zu Neurodermitis-Schüben führen, sollten vermieden werden“, rät der Dermatologe. Das können zum Beispiel bestimmte Textilien, sehr trockene Heizungsluft oder bestimmte Kosmetika sein. Der Hautarzt behandelt Neurodermitis zum Beispiel mit entzündungshemmenden, juckreizstillenden Salben und Medikamenten.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Rund vier Prozent der Bevölkerung haben diese chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit, die sich häufig an den Knien, Ellbogen, Händen oder am Kopf zeigt. Meist helfen bei Schuppenflechte äußerlich aufgetragene Salben oder Cremes, bei schweren Formen verschreiben die Ärzte auch Medikamente zum Einnehmen.

Hautkrebs

ist eine der häufigsten Krebsarten überhaupt. „Man unterscheidet weißen und schwarzen Hautkrebs“, erklärt Dermatologe Schadendorf. Weißer oder heller Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom) wird durch jahrzehntelange Sonnenbestrahlung verursacht und tritt meist bei Menschen über 60 Jahren auf. Er ist nicht schmerzhaft – dennoch muss der Hautspezialist die betroffene Hautpartie entfernen, damit der Krebs nicht größer wird und in tiefere Schichten vordringt. Schwarzer Hautkrebs (Melanom) ist die wesentlich gefährlichere Form und entwickelt sich auch bei jüngeren Menschen. „Schwarzer Hautkrebs kann streuen und sich zum Beispiel auf die Lymphknoten und die inneren Organe ausweiten. 15 Prozent aller Patienten sterben an den Folgen von schwarzem Hautkrebs“, warnt Schadendorf und rät dringend zum Hautkrebsscreening. Die Leistung wird für Menschen ab 35 Jahren alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.