Stress abbauen und vermeiden

Wenn Sie bspw. nach einem langen Wochenende merken, dass Sie noch nicht erholt sind, oder des öfteren unter Kopfschmerzen leiden und/oder Herz-Kreislauf-Beschwerden haben und Sie somit vielleicht auch reizbarer, aggressiv oder sogar auch weinerlich sind, dann könnte es sein, dass Sie im Moment zu wenig Stress abbauen. Nachdem Sie das jetzt vielleicht erkannt haben, haben Sie bereits den ersten Grundstein für ein besseres "Antistressmanagement" gelegt, denn Stress abzubauen kann erlernt werden.

Exkurs: Immer wenn wir etwas als bedrohlich empfinden, reagiert der Körper entweder mit Kampf, Flucht oder Verharren und das solange bis die Gefahr vorbei ist. Während dieser Streßphase schüttet der Körper vermehr Adrenalin aus, die Muskeln und das Gehirn werden aktiviert, der Blutdruck, sowie der Puls und die Herzfrequenz steigen. Diese uns von Natur aus evolutionär gegebene Stressreaktion des Körpers soll uns helfen mit der auf uns zukommenden Gefahr zurechtzukommen.
Bei einer dauerhaften Stressreaktion jedoch, also wenn wir eine Situation als dauerhaft gefährlich für uns einstufen kann sich hieraus eine chronische Krankheit entwickeln.
Hierbei kann es vorkommen, dass die Nieren, sowie die Blutgefäße und das Bindegwebe sich infolge dieser dauerhaften Stressbelastung krankhaft verändern können. Weitergehen kann es vorkommen, dass das Immunsystem aus seinem natürlichen Gleichgewicht gerät und es schlußendlich zu einer seelischen und körperlichen Erschöpfung kommen kann. Ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr weit zu einem Burnout. Nähere Informationen zu Burnout entnehmen Sie bitte dem nachstehenden Punkt (Depression/Burnout) in der Navigation auf der linken Seite. 

Wie kann die Gefahr gebannt werden?

In den meisten Fällen reicht es aus, wenn man die "Gefahr" erkennt und von nun an etwas kürzer tritt, sei es im Beruf oder im Privatbereich. Erfahrungsgemäß ist es in den meisten Fällen jedoch so, dass die Probleme nur durch etwas mehr Freizeit nicht von heute auf morgen wegfallen, auch wenn viele Ärzte immer raten sich eine Auszeit zu nehmen oder gar den Job zu wechseln. Generell gilt: Man sollte versuchen für sich selbst das Beste zu tun. Das mag zunächst egoistisch klingen, nur was bringt es anderen, wenn Sie sich selber nicht helfen können und dann nun auch den anderen nicht mehr? Das hilft weder Ihnen noch Ihrem Umfeld. Nehmen Sie sich Zeit und reduzieren Sie zunächst ihren eigenen Stress. Sie werden schnell feststellen, dass Ihnen Ihre Umwelt von nun an auch weniger Stress bereitet. Der erste Leitsatz für das Antistressmanagement lautet hier: Stoppen Sie den Stress und die damit verbundenen Belastungen dort, wo sie beginnen und zwar in Ihrem Kopf, Ihren Gedanken und in Ihrem Verhalten. In dem Moment, wenn Sie zu sich selber sagen, dass Sie etwas sofort erledigen müssen, führt das im Kopf wieder zu Stress. Sie müssen nicht immer gleich für alle und jeden da sein. Es darf darüber hinaus auch erlaubt sein, Fehler zu machen. Nichts muss wirklich perfekt sein. 

Weitere Leitsätze für das Antistressmanagement

  • Sie sind nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen
  • Sie machen eines nach dem anderen, Schritt für Schritt
  • Erholungsphasen sind genauso wichtig, wie die täglichen Mahlzeiten

Strategien des Antistressmanagements

  • für den Stressabbau ist regelmäßige körperliche Bewegung sehr wichtig
  • Für sich und andere Grenzen ziehen
  • Freiräume für Entspannung und die Erholung einplanen (das ist völlig legitim)
  • Genießen lernen! Hier kann man auch zunächst klein anfangen, indem man sich an einem Spaziergang in der Natur erfreut


Selbsterkenntnis

Stress kann sich nur negativ auf unseren Körper auswirken, wenn wir uns getrieben und als Opfer der Umstände ansehen. Sobald wir anfangen diese Haltung zu hinterfragen und uns erlauben, dass nicht alles zu zweihunderprozent erledigt sein muss, wird sich der Stresspegel langsam und allmählich senken.

Vorsicht bei der Medikamenteneinnahme

Um den Stresspegel gefühlt zu senken, kann es vorkommen, dass man zu Medikamenten wie etwa den Neuro-Enhancern greift um der beruflichen und die familiären Belastung besser gewachsen zu sein. Auch wächst der Wunsch mal wieder einfach Abends einschlafan zu können, ohne das ständig Gedanken um einen kreisen. Was völlig verständlich ist, sollte jedoch gründlich mit dem Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauen besprochen werden. Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns einfach an.