Homöopathika

Homöopathika gegen Übelkeit

Vor allem im ersten Schwangerschafts­drittel plagen Übelkeit und Erbrechen viele Frauen. Im weiteren Verlauf kann der wachsende Druck des Kindes im Bauch räum saures Aufstoßen und Sodbrennen auslösen. Bei leichteren Beschwerden lohnt sich ein Versuch mit Homöopathika. Fieber, heftige Schmerzen, Bauchkrämpfe, Blutungen oder mehr als fünf Brechanfäl­le pro Tag sind Alarmzeichen und müssen ärztlich abgeklärt werden. Will man in der Selbstmedikation homöopathisch arbei­ten, wählt man am besten Mittel mit be­währter Indikation. Von den Potenzen D4 und D6 nimmt die Frau dreimal täglich 5 Globuli, von D12 einmal täglich 5 Globuli. Iris versicolor D6 kann eingesetzt wer­den bei ausgeprägten Säurebeschwerden mit saurem Aufstoßen und Erbrechen oder Sodbrennen. Oft kommen ein bren­nendes Gefühl im Magen und dem ge­samten Verdauungstrakt sowie reichli­cher Speichelfluss hinzu. Wenig bekannt, aber bewährt gegen Erbrechen in der Schwangerschaft ist Lobelia inflata D4 .

Es ist angezeigt bei gro­ßer Übelkeit mit Würgereiz, Erbrechen, Schwindel und kaltem Schweiß. Am Mor­gen sind die Beschwerden schlimmer, ein Schluck Wasser wird oft als wohltuend empfunden. Cocculus D6 (Anamirta cocculus) hat sich bewährt gegen Reiseübelkeit, hilft aber auch bei funktionell-nervösen Verdauungsbeschwerden und Schwanger­schaftserbrechen, wenn schon Speisengeruch oder der Gedanke daran Übelkeit auslösen. Die Sehwangere fühlt sich allge­mein erschöpft und schwach, friert inner­lich und ist oft verzweifelt bis depressiv gestimmt. Ganz anders ist der Typ, der auf Nux vomica D2 anspricht. Die Menschen sind eher schlank, ziemlich aktiv, oft überarbei­tet und gereizt. Sie sind streitbar und rea­gieren leicht jähzornig.

Obwohl es ihnen nicht bekommt, ist das Verlangen nach Reizmitteln wie Kaffee, Alkohol und Ziga­retten groß. Übelkeit und Erbrechen pla­gen die Frau vorwiegend morgens, aber auch nach dem Essen treten oft Magen­schmerzen auf. Ebenfalls typisch sind Völ­legefühl und Magendrücken wie von ei­nem Stein. Ausgeprägte, anhaltende Übelkeit, die sich durch Erbrechen nicht bessert, weist auf Ipecacuanha D6 (Cephaelis ipecacuanhae) hin. Die Zunge ist sauber und ohne Beläge, der Speichelfluss stark. Die Frau hat kaum Durst, aber häufig Appetit auf Süßigkeiten. Fettes, üppiges Essen, Obst und Eis können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Oftmals domi­niert eine übellaunige, gereizte und alles verachtende Stimmung.