Mumps (Ziegenpeter)

Krankheitsbild

Mumps oder Ziegenpeter ist eine sehr ansteckende Krankheit. Sie wird durch z. B. Husten, Niesen oder Sprechen, Geschirr, Besteck oder unmittelbaren Kontakt wie z. B. Küssen (Tröpfcheninfektion) übertragen. Die Inkubationszeit (=die Zeit vom anstecken bis Ausbruch der Krankheit) beträgt ca. 17-21 Tage, ansteckend ist die Krankheit bereits ca. 1 Woche vor ihrem Ausbruch.   Nach einer kurzen Phase mit Fieberanstieg, Kopf- und Gliederschmerzen kommt es zur schmerzhaften Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Dies kann ein- oder beidseitig (gering oder auch massiv) erfolgen. Die Schwellung ist besonders beim Kauen äußerst schmerzhaft. Nach etwa einer Woche klingen die Symptome ab.   

Behandlung / Impfung

Isolieren sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken. Wie bei den meisten Virus-Erkrankungen steht ein spezifisches Medikament, wie z. B. die Antibiotika bei bakteriellen Erkrankungen, bisher nicht zur Verfügung. Die Therapie erfolgt daher symptomatisch. Bettruhe ist sinnvoll, soweit das Kind dies mitmacht. Achten Sie auf genügende Flüssigkeitszufuhr. Fiebersenkende Maßnahmen oder Medikamente können sinnvoll sein. Sind die Schmerzen beim Kauen zu groß, bieten sie ihrem Kind flüssig-breiige Kost und geben sie ihm zum trinken einen Strohhalm.   Kinder werden heute ab dem 12.-15. Lebensmonat gegen Masern geimpft. Dies geschieht meist in Kombination mit einer Impfung gegen Masern und Röteln. Die zweite Impfung erfolgt dann mit ca. 5-6 Jahren. 

Komplikationen

Im Krankheitsverlauf kann es zu Schäden am Hörnerv mit bleibenden Hörstörungen kommen. Seltener sind Hirnhaut- oder Gehirnentzündugen (leichtere Formen). Eileiter- oder Hodenentzündugen können zu Unfruchtbarkeit führen (nicht bei Kindern unter 8-10 Jahren).

Bei Erwachsenen kann es zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommen, dies zeigt sich durch Bauchschmerzen und Erbrechen.