Planung und Vorbereitung auf Schwangerschaft und Geburt

Es gibt eine Reihe von Fragen, die Sie sich bis zum Geburtstermin beantworten sollten. Lassen Sie sich nicht von den Ereignissen überrollen, planen und gestalten Sie sie vielmehr aktiv.

  • Wo wollen Sie Ihr Kind gebären?
  • Wo soll es leben und aufwachsen?
  • Wo wird es seinen Platz bei Ihnen Zuhause und in der Familie haben?
  • Wie wird es auf die Welt kommen?
  • Welche Geburtsmethode ist für Sie die richtige?

Entscheidend ist, daß Sie Vertrauen zu sich selbst finden und die Sicherheit gewinnen alle Probleme, die mit der Geburt Ihres Kindes verbunden sind, zu meistern. Sie können schon vor der Empfängnis wichtige Untersuchungen und Behandlungen durchführen lassen und sich in Ihrem Verhalten bezüglich Ernährung , Bewegung, Lebenshaltung etc. aktiv auf eine Schwangerschaft und das Leben mit Kindern einstellen.

Kurse zur Geburtsvorbereitung

Ab dem 2. Trimenon kann sich die Schwangere gezielt auf die Geburt vorbereiten, d.h. den Ablauf der Geburt zu erlernen, Körper und Seele darauf einzustimmen. Nutzen Sie die vielen Möglichkeiten die Ihnen Hebammen, Krankengymnastinnen und Ärzte mit entsprechenden Kursen in Entbindungskliniken bieten. Auch das Gesundheitsamt, die Familienbildungsstätten, Mütterzentren und Profamilia u. a. Träger haben Vorbereitungskurse in Ihrem Programm. Der natürliche Vorgang der Geburt wird für Mutter und Kind leichter ablaufen, wenn Sie wissen, welche Atem-und Entspannungsübungen Ihnen helfen können, wenn Sie die Vorgänge unter der Geburt kennen, keine Angst vor Ungewißem haben.

Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für mindestens zwölf Stunden in einem Vorbereitungskurs bei einer Hebamme. Die Partner müssen die Kosten selbst tragen. Die Kurse bieten die Möglichkeit sich über Geburtsmethoden, medizinische Hilfsmittel, Entbindungskliniken, Säuglingspflege und Stillen zu informieren. Es gibt spezielle Kurse für Paare, für Zweitgebärende und für Schwangere ohne Partner. Die Kurse halten sich im allgemeinen nicht ausschliesslich an eine bestimmte Methode, sondern nehmen Ideen verschiedener Geburtshelfer auf. Die meisten Frauen beginnen mit den Kursen im sechsten bis siebten Monat. Geburtsvorbereitungskurse finden in der Regel einmal pro Woche statt. Die Schwangerschaft ist zu diesem Zeitpunkt schon so weit fortgeschritten, daß die Übungen intensiv erlebt werden und es bleibt noch genug Zeit, sich in Ruhe vorzubereiten.

Was Sie in Vorbereitung auf die Schwangerschaft und Geburt tun können

  • Hören Sie bitte mit dem Rauchen auf. Kinder von rauchenden Vätern haben ein erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken. Rauchende Mütter haben öfter Fehl - und Totgeburten.
  • Trinken Sie nicht mehr als drei Tassen Kaffee täglich. Kaffee in Mengen genossen, wirkt sich nicht nur nachteilig auf die Fruchtbarkeit aus, sondern kann auch die Schwangerschaft gefährden.
  • Hören Sie mit Alkohol und anderen Drogen auf.
  • Jetzt ist es Zeit sich Ihrem Idealgewicht anzunähern. Über- oder Untergewicht schadet nicht nur der Fruchtbarkeit, sondern verursacht auch während der Schwangerschaft Probleme.
  • Essen Sie kein rohes Fleisch. Sie können sich mit Toxoplasmose infizieren und so den Fötus schädigen.
  • Sind Sie chronisch krank? Nehmen Sie Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes oder andere Krankheiten ein? Wenn ja, lassen Sie diese auf die Schwangerschaft abstimmen, damit sie nicht die Gesundheit und Entwicklung des Fötus beeinträchtigen.
  • Kennen Sie Ihr Diabetesrisiko? Falls Sie Übergewichtig sind und in Ihrer Familie Diabetes vorkommt, oder falls Sie in vorherigen Schwangerschaften Diabetes hatten, ist Ihr Risiko, bei der nächsten Schwangerschaft (wieder) an Diabetes zu erkranken stark erhöht. Lassen Sie sich rechtzeitig vom Arzt über das Verhalten für die nächste Schwangerschaft aufklären.
  • Falls Sie nicht gegen Röteln immun sind, sollten Sie sich vor Eintritt einer Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen. Eine Rötelnerkrankung in der Schwangerschaft ist für den Fötus sehr gefährlich. Lassen Sie Bluttests vornehmen. Lassen Sie sich auf HIV und andere Infektionskrankheiten untersuchen und Ihre Blutgruppe bestimmen.
  • Genügend Folsäure ? Mindestens 0,3 bis 0,8 Milligramm Folsäure vor und während der ersten Monate der Schwangerschaft eingenommen, senkt die Gefahr von Geburtsschäden.
  • Zur Vorbeugung eines Dammrisses verspricht ein neuartiges Hilfsmittel Abhilfe: Mit dem Geburtstrainer Epi·No kann sich jede Frau schon vor der Geburt noch aktiver auf die Belastungen während der Auspressphase vorbereiten.