Laktatmessung - so trainieren Sie richtig.

 STRESS..., wer kennt ihn nicht. Unbestritten ist, daß er existiert und krank macht.

Disstress - der negative Stress -, er ist die Folge von immer schneller werdenden Entwicklungen in allen Bereichen, ob Kommunikation , Information oder Mobilität. Die Erholungsphasen werden immer kürzer, der Druck immer intensiver und die Konkurrenz immer größer.

Eustress - der positive Stress -, der uns beflügelt und Lebensfreude bringt, gerät ins Hintertreffen. Um so wichtiger wird es, diesen Tatsachen Rechnung zu tragen, durch entsprechende Trainingsprogramme.

Ziel muß es sein, Stress abzubauen und die Gesundheit zu fördern. Entscheidende Bedeutung erhält dabei die Trainingssteuerung. Im Impuls Freizeitpark erstellen wir für Sie die entsprechenden Programme ? Kommen Sie einfach mal vorbei.

Die Frage stellt sich, wie erhalte ich genaue Informationen über die Trainingsintensität. Es gibt momentan eigentlich nur eine Möglichkeit hierfür objektive Daten zu erhalten und das ist die Laktatmessung.

Laktat ist das Salz der Milchsäure und entsteht vor allem bei kurzen und sehr intensiven Belastungen. Hierbei ist es wichtig ein paar grundsätzliche Dinge über den Ablauf der Energiebereitstellung und den Stoffwechsel zu wissen. Art, Dauer und Intensität des Trainings bestimmen, wie unser Körper die Energie bereitstellt. Bei leichter Anstrengung werden hauptsächlich Fette und Kohlenhydrate verbrannt ohne nennenswerte Bildung von Milchsäure. Je höher die Belastung, um so mehr verschiebt sich der Stoffwechsel vom Fett- in Richtung Kohlenhydratstoffwechsel. Gleichzeitig steigen die Laktat- oder Milchsäurewerte im Blut an. Diese Werte werden umso höher, je weniger Sauerstoff im Gewebe bereit steht.

Man spricht dann von einer anaeroben (ohne Sauerstoff) Glykolyse. Vor allem Intervalltraining mit bis zu zweiminütigen sich wiederholenden hohen Belastungen führen zu hoher Milchsäurebildung im Blut. Diese erhöhten Laktatwerte ( bis 18 mmol/l.) belasten sehr stark unser Immunsystem. Wer sich so belastet, erhöht seine Infektanfälligkeit enorm und ist natürlich auch gegen andere Krankheiten nicht resistent.

Zum Vergleich: bei einem moderaten Ausdauertraining sollten nur maximal 2,5 mmol/l Laktat gebildet werden. Nur in diesem Bereich erhalten wir die dringend notwendigen Trainingsreize zur Stärkung unseres Muskelapparats, des Hormonhaushaltes und vor allem unseres Immunsystems. Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Gerade Hobbysportler neigen dazu, sich auszupowern, koste es was es wolle. Am besten auf dem Zahnfleisch aus dem Fitnessstudio kriechen und sich danach noch mit falschen Getränken und Essen belohnen.

Gerade das männliche Geschlecht neigt zu Imponiergehabe und zu Extrembelastungen. Höher, besser, weiter - lieber tot als zweiter - sind die falschen Maximen für ein gesundheitsförderndes Training. Die bei entsprechenden Belastungen vom Körper ausgeschütteten Endorphine (Glückshormone) versetzen uns in einen rauschähnlichen Zustand ohne unsere körperlichen Grenzen zu berücksichtigen. Unsere Toleranz gegenüber der Bildung hoher Laktatwerte ist nur für Notsituationen gedacht. Die anerobe Verbrennung, war in der Vergangenheit lebensverlängernd.

Unsere Vorfahren mußten durch Flucht oder Kampf kurzfristig maximale Belastungen ertragen, um zu überleben. Wenn nun beim Sport ähnliche Situationen simuliert werden unter Bildung hoher Laktatwerte bei gleichzeitigem beruflichem und privatem Stress , hoher Reizüberflutung, kurzen Erholungsphasen, so kann unser Körper nur geschädigt werden. Wie kann man seine Laktatkonzentration im Blut messen?

Durch Blutentnahme am Ohrläppchen oder der Fingerkuppe kann der Milchsäuregehalt bestimmt werden. Optimal wäre, sich sportmedizinische mittels Stufentest auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer testen zu lassen. Die dabei gemessenen Laktatwerte erlauben eine genaue Bestimmung der sog. "anaeroben Schwelle".

Die dazugehörige Herzfrequenz hilft uns nun, unser Training richtig zu dosieren, vorausgesetzt man trägt einen Pulsmesser (z.B. von Polar). Laktatmessungen werden in Zukunft zum Alltag auch der Hobbysportler gehören müssen, denn kein Verfahren der Trainingssteuerung ist so objektiv und aussagekräftig.