Schüßler Salze (biochemische Homöopathie)

Schüßler Salze (biochemische Homöopathie)

Die biochemische  Heilmethode be­ruht auf der Tatsache, dass im leben­den Organismus eine Reihe von Mi­neralstoffen enthalten sind.

Beim gesunden Menschen sind Menge und Konzentration dieser Minera­lien in den ein­zelnen Organen harmonisch ausgewogen. Dieses fein abgestimmte Gleichge­wicht geht bei Krankheiten bzw. funktionellen Störungen verloren. Nach Dr. Schüßlers Auffassung lässt sich durch gezielte Gabe einzelner an­organischer Salze die von der Norm abweichende physiologische Chemie wieder korrigieren - und der Mensch wird gesund. Dabei wirkt die Gabe der so genannten Schüßler-Salze nicht substituierend (das heißt, dass ein Mangel an Mineralien aufgefüllt wird), sondern regulierend: Die Mine­ralstoffverteilung im Körper wird selbsttätig wieder in Gang gesetzt, der Mensch fühlt sich dadurch schnell wohler.

Insgesamt umfasst das schüßler'sche Konzept zwölf Basis-Mineralsal­ze in Form von Tablet­ten, zwölf so genannte Ergänzungsmittel und zwölf Salben. Die Tab­letten sind in den Potenzen D3, D6 und D12 im Handel. Für die Selbstmedikation werden alle Funktionsmittel in D6 empfohlen, mit Ausnahme von Calcium fluoratum, Ferrum phosphoricum und Silicea, für die D12 gebräuchlich ist. Im Tabelle unten, sind die zwölf Basis-Mittel zusammengefasst und dazu stichwortartig ihre Einsatzgebiete.

 

Hinweise bei der Abgabe

Nach dem Motto: Ein Satz geht immer" sollten Sie auch dem erfahre­nen Biochemie-Verwender beim Ein­kauf einen Anwen­dungshinweis mit auf den Weg geben, einem Biochemie-"Neuling" natürlich erst recht. Betonen Sie, dass es wichtig ist, die Tablet­ten langsam im Mund zergehen zu lassen, der Arzneistoff wird schon über die Mundschleimhaut aufgenommen. Keinesfalls kauen oder schlucken! Die Einnahme soll nach Empfehlung des Herstellers am besten eine halbe Stun­de vor oder nach dem Essen erfolgen. Während danach können die Mittel ihre Wir­kung nicht voll entfalten. Bei akuten Beschwerden nehmen Erwachsene alle fünf Minuten eine Tablette bis zum Eintritt einer Besse­rung. Zur nachfolgenden Behandlung oder in chronischen Fällen dosiert man drei- bis sechsmal täglich ein bis zwei Tabletten. Das Mineralsalz Nr. 7, Magnesium phosphoricum, stellt eine Besonderheit dar, es wird auch als "heiße Sieben" bezeichnet. Warum? Damit es besonders schnell wirkt, werden zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst. Anschließen wird die Lösung möglichst warm und in kleinen Schlucken getrunken. Übri­gens, die "heiße Einnahme" ist auch bei den anderen Salzen möglich. Die Salben sind ausschließlich für die äußerliche Anwendung und sollten ein- bis zweimal täglich leicht ein­massiert werden.

 

Drei Vorschläge für eine Behandlung

Beispielhaft beschreiben wir nun drei Behandlungsvorschläge mit bioche­mischen Mitteln.

Erkältung

Zu Beginn einer Erkältung wird empfohlen, alle zehn Minuten eine Tablette Ferrum phosphoricum D12 zu nehmen. Sind die Symptome richtig ausgebrochen, ist alle Viertel­stunde eine Tablette Kalium chloratum D6 das richtige Mittel. Im Lö­sungsstadium der Erkältung geben/ nehmen Sie dann sechsmal täglich eine Tablette Kalium sulfuricum D6.

Hexenschuss

Stündlich drei Tablet­ten Kalium chloratum D6, ferner Magnesium phosphoricum D6 als "heiße Sieben" (siehe oben).

Sodbrennen

Man gibt viertelstünd­lich l Tablette Natrium phosphori­cum D6 im Wechsel mit Natrium chloratum D6.

Die 12 Basissalze nach Dr. Schüßler und stichwortartiqe Anwendungen

Nr. 1 Calcium fluoratum für Bindegewebe, Gelenke uns Haut
Nr. 2 Calcium phosphoricum für Knochen, Zähne
Nr. 3 Ferrum phosphoricum für das Immunsystem
Nr. 4 Kalium chloratum für die Schleimhäute
Nr. 5 Kalium phosphoricum für Nerven und Psyche
Nr. 6 Kalium sulfuricum für die Entgiftung
Nr. 7 Magnesium phosphoricum für Muskeln und Nerven
Nr. 8 Natrium chloratum für den Flüssigkeitshaushalt
Nr, 9 Natrium phosphoricum für den Stoffwechsel
Nr. 10 Natrium sulfuricum für die Ausscheidung
Nr. 11 Silicea für Haare, Haut und Bindegewebe
Nr. 12 Calcium sulfuricum für die Gelenke