Phytoöstrogene

Wirkung der Phytoöstrogene

Wer Beschwerden der Wechseljahre beheben und gleichzeitig den Langzeitfolgen des Östrogenmangels, der Osteoporose und Arteriosklerose vorbeugen will, dem bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als die Hormonersatztherapie . Dennoch lehnen viele Frauen gerade diese wirksame Therapie ab und suchen nach Alternativen. Eine Möglichkeit, Wechseljahresbeschwerden zu lindern und gleichzeitig eine Prävention der Langzeitfolgen des Östrogenmangels zu erreichen, bietet die gezielte Ernährung mit Phytoöstrogenen. Phytoöstrogene bedeutet nichts anderes, als pflanzliche Östrogene. Ihre Wirkung wurde in den letzten Jahren eingehend wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde ihre Wirksamkeit im Hinblick auf die genannten Beschwerden aufgezeigt, auch wenn manche Untersuchungsergebnisse heute noch immer wissenschaftlich kontrovers diskutiert werden. Phytoöstrogenen werden demnach folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • Vorbeugung und Abschwächung von Hitzewellen
  • Vorbeugung von Osteoporose
  • Vorbeugung von Arteriosklerose und damit vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Senkung des Brustkrebsrisikos
  • Senkung des Krebsrisikos insgesamt durch das Abfangen von freien Radikalen. Diese Wirkung wird auch als antioxidativ bezeichnet.

Diese zugeschriebenen Wirkungen entfalten die Phytoöstrogene natürlich nicht nur während der Wechseljahre. 

WICHTIG

Phytoöstrogene wirken in jedem Lebensalter gleich. Außerdem entfalten sie ihre vorbeugende Wirkung gegen Osteoporose, Arteriosklerose und der Entstehung von Krebs nicht nur bei Frauen. Bei Männern wirken Phytoöstrogene ebenfalls als zusätzlicher Schutz. So kommt Prostatakrebs in asiatischen Ländern deutlich seltener vor, als in Industrienationen. Dasselbe gilt für Brustkrebs. Ernährung mit Phytoöstrogenen.

Wie versorge ich mich mit Phytoöstrogenen und welche Menge muss ich davon täglich zu mir nehmen? Durch einen Vergleich der Ernährungsgewohnheiten verschiedener Völker wurde deutlich, dass die asiatische Ernährung im Hinblick auf die Versorgung mit Phytoöstrogenen vorbildlich ist. Japaner und Chinesen nehmen täglich durchschnittlich 50 bis 60 mg Phytoöstrogene auf. Die mediterrane Kost enthält nur noch 15 bis 30 mg und das Essen in den westlichen Industrieländern nur 5 mg Phytoöstrogene pro Tag. Da in den asiatischen Ländern Wechseljahresbeschwerden und Brustkrebs deutlich niedriger sind als in den westlichen Industrieländern, geht man heute davon aus, dass die optimale durchschnittliche "Tagesration" an Phytoöstrogenen bei 50 bis 60 mg pro Tag liegt (gilt für gesunde Personen). Bei Frauen mit Hormonschwankungen gilt eine erhöhte Phytoöstrogendosis pro Tag, die dann bis zu drei mal 200mg liegen kann. Ziel ist nie die Höchstdosis, sondern nur die Beschwerdefreiheit des Patienten.
Unter dem Begriff Phytoöstrogene werden die pflanzlichen Bestandteile Isoflavon und Ligan zusammengefasst. Hauptlieferant sind Hülsenfrüchte und darunter ganz besonders die Sojabohne . Aus diesem Grund gehören Sojabohnen und Sojabohnenprodukte auf jeden Speiseplan. Beachtet werden sollte aber, dass z. B. Sojasoße nur einen geringen Anteil an Phytoöstrogenen besitzt, die bei der Herstellung verloren gehen. Die bei uns immer häufiger angewandten Sprossen sind keine Sojasprossen, sondern Mungbohnensprossen. Sie sind zwar sehr gesund und auch sehr schmackhaft, enthalten aber nur einen geringen Anteil an Phytoöstrogenen. Richtige Sojasprossen mit einem hohen Anteil an Phytoöstrogenen, findet man nur selten. Sie sind kleiner als Mungbohnensprossen und haben einen intensiven bitteren Geschmack.

Deshalb werden sie in dieser Form kaum in der Küche eingesetzt. Wichtiger Lieferant für die Phytoöstrogene in der asiatischen Küche ist das Tofu. Tofu wird aus Sojamilch hergestellt und ist geschmacksneutral. Erst durch Verarbeitung und Gewürze nimmt es Geschmack an. Das ist der Grund dafür, warum Tofu so vielseitig einsetzbar ist. Phytoöstrogene sind aber nicht nur in der Sojabohne enthalten. Auch andere Nahrungsmittel enthalten, wenn auch in geringerer Konzentration, Phytoöstrogene. Sie sind enthalten in:

  • Sojabohnen
  • Linsen
  • Leinsamen
  • Flachssamen
  • Spargel
  • Haferflocken
  • Knoblauch

Damit Phytoöstrogene ihre protektive Wirkung entfalten können, müssen sie langfristig und in ausreichender Menge in die Ernährung integriert werden. Nur, wer regelmäßig Phytoöstrogene zu sich nimmt, kann mit ihrer Schutzwirkung rechnen. Das bedeutet für die meisten Menschen in den Industrieländern eine konsequente Ernährungsumstellung, die dauerhaft eingehalten werden muss. Dabei ist Durchhaltevermögen erforderlich. Wer den notwendigen Bedarf über natürliche Nahrungsmittel nicht decken kann oder will, kann auf Nahrungsergänzungsmittel ausweichen. Hier sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die maximale Dosis von 50 bis 60 mg pro Tag nicht überschritten werden sollte. Bei einer normalen Ernährung dagegen können Phytoöstrogene kaum "überdosiert" werden.   

Empfehlung

FEMA - BON Kapseln sind ein Kombinationsmittel aus den Pflanzenextrakten Agnus castus, Dong quai, cimicifuga sowie Gammaoryzanolextrakt. Diese Kombination kann hilfreich eingesetzt werden:  

  • Bei Wechseljahrbeschwerden, Hitzewallungen und Angstzuständen
  • Zur Verminderung der Osteoporose durch besere Calcium-Aufnahme.

Beschreibung der einzelnen Bestandteile: Agnus castus-Extrakt erhöht auf natürliche Weise den Progesteron- und Östrogenspiegel und kann daher bei Wechseljahrbeschwerden und Zyklusproblemen eingesetzt werden. 

Dong quai-Extrakt

(Angelica sinensis aus China) ist hilfreich bei Wechseljahrbeschwerden und menstruellen Problemen. 

Cimicifuga-Extrakt

unterdrückt natürlich das LH Hormon der Hirnanhangdrüse, welches für Hitzewallungen verantworlich ist.

Gammaoryzanol-Extrakt

(ein Extrakt aus dem Kleieöl des Reises) ist sehr hilfreich bei Wechseljahrbeschwerden, Hitzewallungen und Angstzuständen durch Aktivierung der Endorphine im Hypothalamus.

Isoflavon-Extrakt

(ein Phytoöstrogen aus Sojasprossen) enthält vor allem Genistein, welches sehr wichtig ist zur Vorbeugung von Brustkrebs. Isoflavon-Extrakt ist hilfreich bei Wechseljahrbeschwerden. Er hemmt den Knochenabbau, vermindert die Ausschwemmung von Calcium aus der Zelle und fördert die Calciumaufnahme im Darm.